Was muss beim Spritzen von Insulin beachtet werden ?


- das ausgewaehlte Insulin sollte im Kuehlschrank aufbewahrt werden


- ist dies z.B. bei Urlaubsreisen nicht moeglich, so kann das Insulin zwar waehrend des Urlaubs problemlos fuer ca. 3 Wochen auch ohne Kuehlung verabreicht werden, anschliessend sollte aber eine neue Insulinampulle verwendet werden.


- es gibt unterschiedliche Insulinspritzen, da es unterschiedlich stark konzentriertes Insulin gibt. Falls Sie Insulinspritzen nachkaufen muessen, fragen Sie deshalb den behandelnden Tierarzt oder Apotheker, ob die Spritzen geeignet sind, wenn es sich nicht um dieselben Spritzen handelt, die Sie bisher verwendet haben.
- vor dem Aufziehen des Insulins in die Spritze sollte die Insulinampulle vorsichtig zwischen den Haenden gerollt (und keinesfalls geschuettelt !!!) werden, um die verschiedenen Insulinbestandteile miteinander zu vermischen. Durch Schuetteln koennen einzelne Insulinbestandteile zerstoert - und das Insulin somit unwirksam werden.



Das Insulin wird wie im Bild dargestellt aufgezogen: so wird verhindert, dass anstelle von Insulin nur Luft in die Spritze aufgezogen wird. Sollten sich dennoch Luftblasen in der Spritze befinden, koennen diese durch sanftes Klopfen gegen die Spritze geloest werden. Es ist wichtig dies zu ueberpruefen, da die Insulinmenge fuer Hund und Katzen haeufig sehr gering ist- und Luftblasen die Insulinmenge stark verringern koennen.




Glukose Messung am Ohr diabetischer Hunde und Katzen: die Vaculance Methode

Fuer diese Methode wird eine spezielle Stechhilfe verwendet: die Microlet Vaculance® Stechhilfe der Firma Bayer.
Die Stechhilfe wird im unteren Drittel des Ohres aufgesetzt, wo sich wenig Haare befinden. Von aussen wird das Ohr mit einem Finger gegen die Stechhilfe gedrueckt, so als ob man sich durch das Ohr hindurch die Fingerbeere punktieren wollte.



Es kann ein Tupfer zwischen Ohr und Finger gelegt werden, um eine Selbstpunktion zu verhindern. Das feste Aufpressen der Stechhilfe hat den Zweck, dass die Stechhilfe absolut plan am Ohr aufliegt.




Die Besonderheit dieser Vaculance® Stechhilfe liegt darin, dass sich ein Vakuum bildet, welches das Blut quasi aus dem Ohr ansaugt. Zunaechst schnellt nach Durchdruecken des Ausloeseknopfes, wie bei einer normalen Stechhilfe auch, eine sehr feine Nadel vor und zieht sich anschliessend sofort wieder automatisch zurueck. Laesst man nun den durchgedrueckten Ausloeser wieder los, entwickelt sich im vorderen Teil der Stechhilfe ein Sog und ein Vakuum entsteht. Man kann beobachten, wie sich das Ohr an der Auflageflaeche nach oben in den durchsichtigen Bereich der Stechhilfe vorwoelbt
Wichtig zu erwaehnen ist, dass das Vakuum automatisch nach Loslassen des Ausloesers entsteht, also keine Pumpbewegungen noetig sind. Im Gegenteil: wird der Ausloeser ca. ¾ nach unten durchgedrueckt, wird das Vakuum geloest. Nach ungefaehr 20-30 Sekunden hat sich ein schoener Blutstropfen gebildet und das Vakuum kann geloest werden
Wird die Stechhilfe ohne vorheriges Loesen des Vakuums abgezogen, kann es passieren, dass ein Grossteil des Blutstropfens in die Stechhilfe spritzt.

Sollte sich das Vakuum zu frueh geloest haben, z.B. weil sich das Tier bewegt hat, muss nicht nochmals gestochen werden. In diesem Fall wird der Ausloeser ¾ durchgedrueckt und anschliessend auf das Ohr an der selben Stelle wie zuvor aufgesetzt. Laesst man den Ausloeser nun zurueckgleiten, entsteht erneut ein Sog, bzw. ein Vakuum. Am entstandenen Blutstropfen kann nun die Glukose mittels eines portablen Glukose Messgeraetes gemessen werden.




Portable Glukosemessgeraete: Glukometer

Beim Menschen erstellen Diabetiker schon seit ca. 20 Jahren regelmaessig Glukose Tagesprofile zu Hause (Heimmonitoring).

Moeglich wurde dies durch die Einfuehrung von portablen Glukosemessgeraeten.

Diese kleinen Geraete, nicht viel groesser als eine Scheckkarte, benoetigen nur einen kleinen Tropfen Blut zu einer korrekten Zuckermessung. Dieser Blutstropfen wird meist an der Fingerspitze mittels einer Lanzette gewonnen.

Beim Menschen wurde die Einfuehrung dieser Geraete zur Durchfuehrung von Glukose Tagesprofilen als der wichtigste Fortschritt in der Einstellung von Diabetikern seit der Entdeckung des Insulins gewertet. Zahlreiche Studien zeigen eine verbesserte Einstellung der Patienten, wenn diese lernen die Insulindosis entsprechend den zu Hause oder unterwegs gemessenen Zuckwerten anzupassen.

Die Selbstmessung des Glukosespiegels hat so innerhalb weniger Jahre die Langzeit Einstellung des diabetischen Patienten revolutioniert und wird von der amerikanischen Gesellschaft fuer Diabetes (American Diabetes Association) fuer alle Diabetiker empfohlen.


Koennen Glukometer auch bei diabetischen Hunden und Katzen verwendet werden?

Vor kurzem wurden 5 neue portable Glukosemessgeraete fuer den Einsatz bei Hunden und Katzen evaluiert.

Getestet wurden:

Glucometer Elite (Bayer Diagnostics),

Glucometer DEX (Bayer Diagnostics),

Gluco Touch (LifeScan, Inc.),

Precision QID (MediSense, Inc.) und

Accutrend (Roche Diagnostics).

Alle Geraete sind prinzipiell fuer den Einsatz bei Hunden und Katzen geeignet. Allerdings haben 2 Geraete die besten Testergebnisse gezeigt:

Glucometer Elite (Bayer Diagnostics),

Accutrend (Roche Diagnostics).

Glukose Messungen mittels Glucometern bei Hunden und Katzen

Seit mehreren Jahren leiten wir Besitzer von diabetischen Hunden und Katzen dazu an, mit der Vaculance Methode zu Hause Glukose Messungen durchzufuehren.

Dabei wird mit einer speziellen Methode am Ohr von Hunden und Katzen kapillares Blut gewonnen, um eine Blutzuckermessung mittels portabler Glukosemessgeraeten durchzufuehren.

Die Resultate sind extrem positiv. Die meisten Besitzer sind stark daran interessiert, bei ihren Tieren regelmaessige Messungen durchzufuehren und Glukose Tagesprofile daheim zu erstellen um so ein Heimmonitoring der Insulineinstellung durchzufueheren.




Glukosekurven zur Einstellung diabetischer Hunde und Katzen

Unter Glukosekurven (auch Glukose Tagesprofile genannt) versteht man die regelmaessige Messung des Blutzuckerspiegels alle 2-3 Stunden waehrend eines Tages (meist 12 Stunden lang).

Initial sind Glukose-Kurven notwendig um die Insulinwirkung richtig einschaetzen zu koennen. Nur so laesst sich die Effizienz des gewaehlten Insulinpraeparates bei individuellen Patienten abschaetzen und falls noetig anpassen:

1. wann tritt das Wirkungsmaximum ein?
2. gibt es ein oder mehere Wirkungsmaxima?
3. wie tief sinkt die Glukose maximal (Glukose Nadir)?
4. wie lange wirkt das Insulin?
5. welche Glukose Schwankungen treten waehrend eines Tages auf?


Glukose Kurven liefern jedoch nicht nur diese Antworten, sie sind auch notwendig einen "Somogyi Overswing" zu erkennen. Bei diesem Phaenomen kommt es nach einer Hypoglykaemie (< 3.0 mmol/l) zu einer Gegenregulation des Koerpers mit nachfolgender massiver Hyperglykaemie (> 25 mmol/l). Wird nun beispielsweise die Glukose nur einmal taeglich gemessen, z.B. morgens, so kann dieses Phaenomen nur schwer erkannt werden und dies kann zu schwerwiegenden Behandlungsfehlern fuehren.


Beispiel: eine Katze (5kg) mit Diabetes mellitus wird initial mit 3 Einheiten Insulin eingestellt. Bei der naechsten Kontrolle ist die Glukose um 8 Uhr morgens bei 31.3 mmol. Da die Katze laut Besitzerangaben auch klinisch noch nicht gut eingestellt ist, wird die Insulinmenge auf 4 Einheiten erhoeht und nach Hause geschickt. Als die Besitzer 2 Tage spaeter wieder zur Kontrolle erscheinen, ist die Glukose nun bei 32 mmol/l. Schrittweise wird die Insulinmenge auf nun 6 Einheiten erhoeht und der Fall schliesslich wegen nicht regulierbarem Diabetes ueberwiesen. Die nun durchgefuehrte 12 Stunden Glukose Kurve zeigt einen Abfall der Glucose auf 1.9 mmol/l 3 Stunden nach der Insulingabe- und anschliessend einen Anstieg auf 33 mmol/l. Ein klassischer Fall eines Somogyi Overswing- die Katze war mit Insulin ueberdosiert worden (und war schliesslich mit 2 Einheiten gut eingestellt). Ohne ein Glukose Tagesprofil waere dieses Phaenomen nicht leicht erkennbar gewesen.


Probleme bei der Erstellung von Glukosekurven:

Bis vor kurzem mussten solche Glukose Kurven in der Praxis/Klinik durchgefuehrt werden, da nur die wenigsten Besitzer in der Lage sind, zu Hause eine Venenpunktion durchzufuehren.

Die Durchfuehrung eines Glukose Tagesprofils in der Praxis ist aber auch nicht unproblematisch:


Zum einen ist es arbeits- und Zeitaufwendig fuer den Tierarzt und damit relativ teuer fuer die Besitzer und wird deshalb nicht so haeufig durchgefuehrt wie fuer eine optimale Einstellung notwendig waere.

Zum anderen ist denkbar, dass eine beim Tierarzt erstellte Glukose Kurve nicht zu Hause auftretende Glukosewerte wiederspiegelt. Eine unfamiliaere Umgebung, die Manipulation durch den Tierarzt, oder das Fehlen der Besitzer koennten verfaelschte Glukosewerte hervorrufen. Stress kann speziell bei der Katze zu deutlichen Glukoseerhoehungen fuehren. So koennte der Stress schon von Anfang an zu hoeheren Werten fuehren oder ein kontinuierlicher Glukoseanstieg aufgrund des Stresses den Tag hindurch beobachtet werden.

Andererseits ist es aber auch moeglich, dass Hunde oder Katzen sich weigern in der Praxis zu fressen, was zu deutlich niedrigeren Zuckerwerten fuehrt. In diesen Faellen ist es schwierig die Glukose Kurve, bzw. die Wirkung des Insulins zu beurteilen.


Glukose Messungen durch Besitzer

Seit mehr als 3 Jahren leiten wir Besitzer von diabetischen Hunden und Katzen dazu an, mit der Vaculance Methode zu Hause Glukose Messungen durchzufuehren.

Die Resultate sind extrem positiv. Die meisten Besitzer sind stark daran interessiert, bei ihren Tieren regelmaessige Messungen durchzufuehren und Glukose Tagesprofile daheim zu erstellen.

Die Messung des Gulkosespigels zu Hause durch die Besitzer ermoeglicht nun erstmals ein Heimmonitoring diabetischer Hunde und Katzen durchzufuehren, was eine bessere Einstellung des Insulinbedarfes ermoeglicht.





Einfuehrung


Herzschrittmacher koennen heute auch bei Hunden und Katzen notwendig sein, um eine gute Lebensqualitaet der Tiere zu ermoeglichen. Indikationen sind Ohnmachtsanfaelle aufgrund von unregelmaessigen oder zu langsamen Herzschlagen. In diesem Fall wird der Koerper besonders unter korperlicher Belastung mit zu wenig Sauerstoff versorgt wodurch Schwindelgefuehl, Muedigkeit oder Schwaecheanfalle entstehen koennen. Der medizinische Fachbegriff fuer diese Arten von Rhythmusstoerungen lautet Bradykardie.


AV-Bloecke, oder das "Sick-Sinus-Sydrom" sind die haefigsten Gruende beim Hund fuer eine solche Bradykardie.

Viele Tierbesitzer berichten, dass nach der Implantation eines Schrittmachers das Tier wieder viel juenger, agiler und lebensfroher erscheint als vor der Implantation- natuerlich werden durch die Herzschrittmacher Implantation auch die Ohnmachtsanfaelle (Synkopen), die die haeufigste Indikation fuer eine Schrittmacherimplantation darstellen, verhindert werden. Dr. Gerhard Wess vom Vets 4 Pets Team implantiert momentan pro Monat ca. 1-4 Schrittmacher an der Universitaet von Kalifornien, Davis. Diese Erfahrung ermoeglicht es nun auch in Europa die Herzschrittmacher Implantationen durchzufuehren.

Herzschrittmacher allgemein:


Die heutigen Schrittmacher koennen an jede spezielle Funktionsstoerung des Herzens individuell angepasst werden. Unter dem Begriff Herzschrittmacher ist eigentlich ein Schrittmachersystem zu verstehen, das aus dem Herzschrittmacher und den mit ihm verbundenen Elektroden besteht. Der Herzschrittmacher selbst ist ein Geraet, mit dem elektrische Impulse erzeugt werden; es besteht aus einem miniaturisierten elektronischen Schaltkreis und einer Kompaktbatterie. Heutzutage werden Herzschrittmacher nur aktiv, wenn beim Patienten kein eigener Herzrhythmus vorliegt.


Um dies zu gewaehrleisten, muss das System herzeigene Aktivitaeten erkennen koennen. Erst, wenn der Schritt macher keinen herzeigenen Rhythmus erkennt, sendet er einen elektrischen Impuls. Daraufhin zieht sich der Herzmuskel zusammen. Die Verbindung zwischen Herzschrittmacher und Herz wird durch eine Elektrode hergestellt.

Eine Elektrode ist ein sehr duenner- elektrisch isolierter- Draht, der im rechten Vorhof des Herzens verankert wird. Durch den Draht wird der elektrische Impuls zum Herzen uebertragen. Neben dieser Funktion hat die Elektrode die zusaetzliche Aufgabe, Herzaktivitaet fest zustellen und diese Information an den Herzschrittmacher zu leiten


Viele Schrittmacher koennen ihre Frequenz, mit der sie elektrische Impulse senden, automatisch an sich veraendernde Lebensvorgaenge des Organismus anpassen. Solche sogenannten frequenzadaptiven Funktionen des Herzschrittmachers sind moeglich aufgrund eines besonderen Sensors im Herzschrittmacher, der auf veraenderte physikalische Umstaende im Koerper reagiert.

Beim Hund setzen die Vets 4 Pets Tieraerzte diese Art des Schrittmachers in speziellen Faellen ein, wenn der Hund z.B. sehr viel Leistung bringen soll. Normalerweise genuegt es jedoch beim Tier eine fest eingestellte Herzfrequenz (meistens 80 Schlaege/minute) einzustellen.

Die Implantation

Die Dauer der Implantation betraegt meistens weniger als eine Stunde. Dabei wird das Tier in Vollnarkose gelegt. In vielen Faellen setzen wir vor der Narkose zuerst einen temporaeren Herzschrittmacher ein, noch bevor das Tier in Narkose gelegt wird.


Hierzu wird eine Elektrode durch einen Venenkatheter in der linken Jugularvene am Hals des Tieres in die rechte Herzkammer geschoben. Die Elektrode wird dann an ein Geraet ausserhalb des Koerpers angeschlossen. Der temporaere Schrittmacher dient dazu einen Abfall der Herzfrequenz oder einen Herzstillstand durch die Narkose zu verhindern. Sollte die Herzfrequenz fallen, gibt der temporaere Herzschrittmacher kleine elektrische Signale an das Herz, damit dieses dann wieder zu schlagen beginnt.
Dann wird das Tier in Narkose gelegt und ein kleiner Hautschnitt vorgenommen. Die rechte Jugularvene am Hals des Tieres wird nun fuer die Elektrodeneinfuehrung des permanenten Schrittmachers freigelegt. Die Elektrode des Herzschritt machers wird dann vorsichtig durch die Vene in das Herz vorgeschoben. Der Arzt ueberwacht die richtige Positionierung der Elektrode im Herzen ueber einen Roentgenbildschirm. Nachdem die Funktion der Elektrode getestet wurde, wird sie an den Schrittmacher angeschlossen. Der Herzschrittmacher selber wird unter der Haut - hinter dem Schulterblatt des Tieres in einer kleinen "Tasche" implantiert. Abschliessend vernaeht der Arzt diese Schnittstelle mit einigen Stichen.


Kurze Zeit nach dem Eingriff haben sich die Tiere normalerweise erholt. Meist am selben oder dann am naechsten Tag entlassen wir unsere Patienten dann nach Hause.

Nach der Implantation fuehren wir Nachuntersuchungen nach 1 Woche und dann nach ca. 3 Monaten durch. An diesen Terminen werden die Herzaktivitaet und die Schrittmacherfunktionen ueberprueft.


Je nach Erfordernis wird das Programm des Schrittmachers an Ihre individuellen Beduerfnisse angepasst. Hierzu ist kein zusaetzlicher chirurgischer Eingriff notwendig, da wir ein externes Geraet zum Programmieren verwenden. Bei diesen Untersuchungen ueberpruefen wir auch die Funktionsweise des Schrittmachers, den Zustand der Batterie sowie die Erregungsschwelle des Herzens.






Einleitung


Das Herz ist ein Hohlmuskel, der aus vier Kammern besteht. Die beiden Vorhofkammern bilden die obere Herzhaelfte, die beiden Herzkammern (Ventrikel) die untere Herzhaelfte.


Das Herz ist ferner durch eine Wand (Septum) in eine rechte und eine linke Seite unterteilt. Indem der Herzmuskel sich in regelmaessiger Folge anspannt und zusammenzieht, pumpt er Blut durch den Koerper. Auf diese Weise wird eine ausreichende Versorgung der verschiedenen Gewebe und Organe mit Sauerstoff und Naehrstoffen sichergestellt. Um das Blut zu sammeln und in die Kreislaeufe zu pumpen, muss das Herz durch sehr kleine koerpereigene elektrische Impulse, die von der oberen bis zur unteren Kammer leiten, erregt werden.



In einem gesunden Herz erzeugt der Sinusknoten diese kleinen elektrischen Impulse. Deshalb wird er auch als natuerlicher Schrittmacher des Herzens bezeichnet.

Der Sinusknoten veranlasst die Kontraktion der Herzkammern und sorgt dadurch fuer einen regelmaessigen, rhythmischen Herzschlag. Jeder Impuls loest - ausgehend vom Sinusknoten - zunaechst in den Vorhoefen eine Kontraktion aus, durch die das Blut von dort in die Herzkammern gepumpt wird. Danach wird der elektrische Impuls ueber das Reizleitungssystem des Herzens in die Kammern weitergeleitet, die sich daraufhin zu sammenziehen und das Blut in den Kreislauf pumpen.


Funktionsstoerungen des Herzens koennen auf verschiedene Ursachen zurueckgefuehrt werden. Beispielsweise koennen Herzkrankheiten oder der Prozess des Alterns den natuerlichen Herzrhythmus stoeren.



Sehr verbreitet sind Stoerungen im Reizleitungssystem bis hin zu einer vollstandigen Blockade dieses Systems. Als Folge dieser krankhaften Erscheinungen kann es zu einem unregelmaessigen oder zu langsamen Herzschlag kommen. In diesem Fall wird der Koerper besonders unter korperlicher Belastung - mit zu wenig Sauerstoff versorgt wodurch Schwindelgefuehl Muedigkeit oder Schwaecheanfalle entstehen koennen.


Der medizinische Fachbegriff fuer diese Arten von Rhythmusstoerungen lautet Bradykardie.


Zwei haeufig auftretende bradykarde Rhythmusstoerungen sind das Sinusknotensyndrom ("Sick Sinus Syndrom") und der AV-Block.

Beim Sinusknotensyndrom ist der Sinusknoten funktionsgestoert; elektrische Impulse werden unregelmaessig oder zu langsam erzeugt. Deshalb ist das Herz besonders bei Belastungen nicht mehr in der Lage, die Herzfrequenz an die gestiegenen Anforderungen anzupassen. Im Falle eines AV-Blocks ist die Ueberleitung der elektrischen Signale des Sinusknotens im Vorhof ueber den AV-Knoten auf die Herzkammer teilweise oder komplett gestoert. Ist die Ueberleitung zwischen Vorhof und Kammer vollstaendig unterbrochen, handelt es sich um einen totalen AV-Block. Als Reaktion darauf erzeugen in der Regel weitere elektrische Zentren im Herzen einen sehr langsamen Hilfsrhythmus, um zumindest die lebenserhaltenden Funktionen sicherzustellen.


In diesen Situationen sowie in anderen selteneren Faellen kann die Herzfunktion durch einen kuenstlichen Herzschrittmacher sinnvoll unterstuetzt bzw. ergaenzt werden.






Krämpfe

Bei einem Krampf wird der gesamte Körper von unkontrollierbaren Zuckungen regelrecht gebeutelt. Für Krämpfe gibt es verschiedene Ursachen, Sie deuten zwar nicht immer auf eine schlimme Krankheit hin, sollten aber dennoch ernst genommen werden.

Speicheln, Urinieren und Koten gehen stets mit Muskelkrämpfen einher.

Ein unheimliches Schauspiel:

Nach einer anfänglichen Ohnmacht (Aura-Phase) liegt der Hund auf der Seite und erkennt Frauchen oder Herrchen nicht mehr.

Der Körper wird von relativ heftigen Zuckungen geschüttelt, die Läufe sind steif.

Der Kopf ist nach hinten gebogen, und aus den aufgezogenen Lefzen fließt reichlich Speichel.

Die Zunge färbt sich blau, was auf Sauerstoffmangel hinweist.


Mögliche Ursachen:


Hitzschlag
kann Krämpfe auslösen, vor allem bei älteren oder herzkranken Hunden.

Schlaganfall
zieht manchmal eine Hirnblutung oder ein Ödem im Gehirn nach sich, und kann so der Grund sein.


Kalziummangel

Besonders krampfgefährdet sind säugende Hündinnen, da die für das Nervensystem nötigen Kalziumreserven oftmals während der Trächtigkeit und des Säugens der Welpen ziemlich ausgeschöpft sind.


Unterzucker

Auch für vierbeinige Diabetiker ist das Risiko relativ hoch, denn eine Überdosis Insulin kann ebenfalls zu Krämpfen führen.


Gehirnhautentzündung
(aufgrund von Hundestaupe) oder Tollwut
gehen ebenfalls mit Krämpfen einher.


Wasserkopf

Kleinwünchsige Rassen leiden bisweilen am erblich bedingten Wasserkopf, was häufig auch mit Krämpfen verbunden ist.


Spulwürmer

Starker Wurmbefall kann ebenfalls Muskelkrämpfe auslösen. Spulwürmer halten sich im Darm auf, wo sie toxische Stoffe absondern, die die Darmwände reizen.


Vergiftung

Speichelt ihr vierbeiniger Freund unerträglich viel, leidet er an Duchfall und Erbrechen, starrt er apathisch vor sich hin und atmet ungewohnt schwer, so hat er möglicherweise Pestizide oder Insektizide gefressen. Darüber hinaus ist Harnvergiftung eine ebenso häufige, innere Ursache für anfallsartige Krämpfe wie Leberentzündung. Zu den vorhandenen Symptomen gesellt sich hier stets auch noch eine Nierenschwäche.


Gehirnerschütterung oder Schock
infolge eines heftigen Aufpralls können Krämpfe auslösen.


Tumore

Letzendlich deuten Krämpfe aber manchmal auch auf einen Tumor hin.

Wie verhält man sich richtig

Fassen sie den Hund während des Anfalls besser nicht an.

Achten sie aber darauf, daß er sich nirgendwo verletzt. Entfernen sie alle Gegenstände, an denen er sich verletzen könnte, aus seiner Nähe. Legen sie dem kranken Hund eine dicke Decke hin.

Bringen sie ihn anschließend in ein abgedunkeltes Zimmer und lassen sie ihn ausruhen.

Suchen sie gemeinsam einen Tierarzt auf, der ihm ein Beruhigungsmittel spritzen wird.

Folgen

Leidet ihr Hund an Krämpfen, so dürfen sie das keineswegs auf die leichte Schulter nehmen, denn jeder Krampf greift das Nervengewebe an. Die Atmung kommt kurz zum Stillstand, sodaß das Gewebe in diesem Moment weder mit Sauerstoff noch mit Nährstoffen versorgt werden kann. Auf diese Weise kommt es zu einer sehr ungesunden Ansammlung von Schadstoffen im Gewebe.


Folgeschäden

Mit Folgeschäden müssen sie rechnen, wenn der Hund generell nicht sehr gesund ist, und/oder die Symptome über einen längeren Zeitraum hinweg immer wieder auftreten. Möglicherweise stellen sich Bewegungs- oder Gleichgewichtsstörungen ein, epileptische Anfälle, Muskelzuckungen oder eine gekrümmte Kopfhaltung.





Was Sie Über
EPILEPSIE
bei Hund und Katze
wissen müssen


DER EPILEPSIE-CHECK

Wenn Ihr vierbeiniger Freund nicht gesund ist, ist das für Sie eine echte Herausforderung - eine Herausforderung, die Sie mit viel Liebe und Zuwendung, mit fachgerechter medizinischer Behandlung und intensiver Beobachtung meistern können.

WAS IST EPILEPSIE?

Epilepsie gehört zur Gruppe der Anfallserkrankungen. Beim Tier zeigen sich die Anfälle als Muskelkrämpfe. Sie können als anhaltende Muskelanspannung oder als Schüttelkrämpfe auftreten. Gleichzeitig beobachtet man oft: Bewußtseinsverlust, Halluzinationen, Verhaltens- und Wesensänderungen, Harn- und Kotabsatz sowie Speicheln. Der Schweregrad kann sehr unterschiedlich ausgeprägt sein.

Man unterscheidet zwei Arten der Epilepsie:

Die primäre Epilepsie ist eine angeborene Krankheit. Sie tritt häufig bei Kleinpudelrassen, Beagles und Collies auf. Die Tiere sind oft älter als zwei oder drei Jahre, wenn der erste Anfall beobachtet wird.

Die sekundäre Epilepsie ist nicht angeboren, sondern tritt in Folge von anderen Erkrankungen auf. Ursache können Infektionskrankheiten wie Staupe sein. Aber auch andauernde Gehirnentzündungen und andere Krankheitsbilder können Auslöser für eine sekundäre Epilepsie sein.

WIE SIEHT DAS KRANKHEITSBILD BEI HUND UND KATZE AUS?

Typisch ist, daß der Anfall plötzlich beginnt. Häufig erkennt Sie Ihr Tier nicht mehr und ist auch nicht mehr ansprechbar. Dem aufmerksamen Besitzer können folgende Anzeichen auffallen: Fliegenschnappen, Schwanzbeißen, Raserei, Angstzustände oder ähnliches. Die Tiere stürzen bisweilen unter Aufschreien nieder, der Körper verkrampft sich, es besteht Kiefersperre, die zu Zungenverletzungen führen kann. Nach eingen Sekunden bis wenigen Minuten entwickeln sich rhythmische Krämpfe und Ruderbewegungen von oft hoher Kraftentfaltung. Die Tiere kauen Speichel zu Schaum, sie lassen jammernde bis stöhnende Laute vernehmen, vielfach wird Urin oder Kot abgesetzt. Der Anfall dauert oft nur wenige Minuten, danach erschlafft der Körper, die Tiere liegen ruhig auf der Seite und erheben sich bald wieder. Häufig sind sie zunächst noch benommen, stoßen zum Teil an Gegenstände und sind noch nicht wieder ansprechbar, erholen sich aber bald. Die Krämpfe können aber auch länger andauern.

Nicht immer sind die Symptome in dieser typischen Form zu beobachten. Die Anfälle können wesentlich schwächer ausgeprägt, zum Teil nur angedeutet und flüchtig sein.


WIE ERFOLGT DIE BEHANDLUNG?

Für die Therapie werden Anti-Epileptika eingesetzt. Häufig handelt es sich um Barbiturate wie Phenobarbital. Wegen der geringen Giftigkeit und der langjährigen Erfahrung mit diesem Medikament eignet sich diese Substanz besonders gut für die Behandlung. Aber auch andere Medikamente können zum Einsatz kommen - von Tier zu Tier individuell unterschiedlich und nach dem Ermessen des Tierarztes.

Das Phenobarbital wird über den Darmtrakt aufgenommen, über die Leber abgebaut und zum größten Teil über die Nieren ausgeschieden.

Bei Beginn der Therapie wird erst ein bis zwei Wochen nach Einsatz des Arzneimittels ein konstanter Wirkstoffspiegel erreicht. Während dieser Periode ist noch mit Anfällen zu rechnen. Anfängliche Nebenwirkungen sind Müdigkeit, Unlust, aber auch vermehrtes Fressen und Urinieren.

Alle Anti-Epileptika müssen regelmäßig, also als Dauertherapie, gegeben werden. In keinem Fall soll das Arzneimittel ohne Rücksprache mit dem Tierarzt plötzlich abgesetzt oder die Tagesdosis verändert werden, da auf diese Weise sehr oft besonders schwere Anfälle provoziert werden können. Auch bei einem gut eingestellten Patienten können noch mehrere Anfälle pro Jahr auftreten, die dann aber oft weniger schwer ablaufen.

WAS TRÄGT ZU EINER ERFOLGREICHEN THERAPIE BEI?

WAS KÖNNEN SIE ALS TIERBESITZER TUN?

Die tägliche, von Ihrem Tierarzt eingestellte Medikamentendosis muß strikt eingehalten werden.
Eine konsequente Beobachtung Ihres Tieres ist besonders wichtig. Bei erhöhter Anfallsfrequenz, aber auch beim Gegenteil, also bei Teilnahmslosigkeit Ihres Tieres, sollten Sie unbedingt den Tierarzt aufsuchen. Auf keinen Fall dürfen Sie die Medikamentengabe ohne Rücksprache mit Ihrem Tierarzt reduzieren, erhöhen oder gar vollständig absetzen. Jede Veränderung der Therapie kann epileptische Anfälle auslösen.
Tierarztbesuche in regelmäßigen Abständen tragen zur optimalen Überprüfung des Gesundheitszustandes und zur Therapiekontrolle Ihres Tieres bei. DerWirkstoffspiegel des Arzneimittels ist von vielen Faktoren abhängig. So spielen Darm-, Leber- und Nierenfunktion eine wichtige Rolle. Um eine gleichbleibende Konzentration des Antiepileptikums zu gewährleisten, ist die Kontrolle des Wirkstoffspiegels über eine Blutuntersuchung sinnvoll. Diese Therapiekontrolle sollte alle drei Monate, mindestens aber alle sechs Monate erfolgen. Die Funktion von Leber und Niere kann gleichzeitig im Rahmen eines Gesundheitschecks durch eine Blutuntersuchung überprüft werden.




Epilepsie bei Tieren


Epilepsie oder andere Anfallsleiden - das "Gewitter im Kopf" - sind Erkrankungen, die sowohl bei Hunden als auch bei Katzen vorkommen können. Die Ursachen sind unterschiedlich: bei jungen Hunden stehen Missbildungen wie beispielsweise der "Wasserkopf" im Vordergrund. Bei älteren Hund können Stoffwechselstörungen wie Lebererkrankungen oder Tumore die Auslöser sein. Außerdem gibt es Tiere, die die Neigung zu epileptischen Anfällen geerbt haben.

Die Art, in der der epileptische Anfall zum Ausdruck kommt, variiert: Beim "klassischen" epileptische Anfall scheint das Tier das Kommen der Krise zu fühlen und sucht die Nähe des Besitzers. Plötzlich fällt es zur Seite, verliert das Bewusstsein, strampelt, speichelt und verliert eventuell Kot und Urin. Der Anfall dauert etwa zwei Minuten. Direkt danach kann das Tier sehr hungrig, aggressiv oder blind sein. Kurze Zeit nach dem Anfall ist es wieder völlig normal. Andere Formen von Anfällen sind auch bekannt, haben aber meist eine Stoffwechselstörung als Ursache.

Die Ursache der Anfälle ist selten von außen sichtbar, das heißt: Wichtig für die Behandlung ist die Diagnose. Zeigt das Tier ungewöhnliche Verhaltensmuster, sollte sich der Tierhalter umgehend mit einem Tierarzt in Verbindung setzten, um eine Untersuchung durchführen zu lassen. Die Diagnose der Epilepsie ist ein sogenanntes Ausschlussverfahren: Der Tierarzt versucht über Blutuntersuchungen und Röntgenbilder eine Krankheit nach der anderen auszuschließen.

Oft muss er dazu das Tier zu Fachtierärzten überweisen. Auch in der Tiermedizin gibt es Spezialisten für den Bereich Neurologie, die entsprechende Spezialuntersuchungen wie Computertomographie oder Magnetresonanztomographie durchführen. Da die Epilepsie im Laufe der Jahre zu einem großen Problem geworden ist, betreiben sowohl in Deutschland als auch im nahen Ausland einige Institute intensive Forschung auf diesem Gebiet.

Die Behandlung hängt von der Ursache ab. Oft muss das Tier sein Leben lang Tabletten einnehmen. Epilepsie ist eigentlich nicht zu heilen, so dass die Anfälle trotz Medikamentengabe immer wieder auftreten. Somit ist auch die Prognose unterschiedlich und eine Heilung bei Epilepsie selten. Oft verschlimmern sich die Anfälle im Laufe der Zeit trotz Therapie.

Ob die Tiere während des Anfalls leiden, ist unbekannt. Menschen, die an Epilepsie erkrankt sind, klagen über leichten Muskelkater, haben aber sonst kaum Erinnerung an das Geschehene. So wird es auch bei den Tieren sein. Dennoch muss individuell entschieden werden, welche Behandlungsmaßnahme für ein Tier am besten ist. Eine tragende Rolle spielt das Thema "Epilepsie" in der heutigen Tierzucht: Hier muss vermieden werden, Tiere mit der Neigung zu Anfällen für die Zucht einzusetzen. Im Laufe der Jahre sollte sich das Problem wieder verringern.






Kastrieren oder nicht kastrieren?




Viele Hundebesitzer durchleben, was eine mögliche Kastrierung ihres Hundes betrifft, eine Phase der Unsicherheit und der Zweifel: „Soll ich? Soll ich nicht?". Da viele Menschen das Fortpflanzungssystem ihres Hundes mit ihrem eigenen vergleichen, fällt die Entscheidung in der Regel nicht leicht. Einige spielen vielleicht mit dem Gedanken, einen Nachwuchs ihres Familienhaustiers züchten zu wollen, andere dagegen argumentieren, dass es unnatürlich sei, ihren vierbeinigen Freund sterilisieren zu lassen. Studien zeigen jedoch, dass ein kastrierter Hund oft länger und glücklicher lebt und von einem solchen Eingriff auch in vielerlei anderer Hinsicht profitiert.



Probleme im Zusammenhang mit der Fortpflanzung sind bei Hunden sehr häufig, insbesondere bei solchen, die nie gezeugt haben. Um diese Probleme einzuschränken, ist es daher besser, einen Hund so früh wie möglich sterilisieren zu lassen. Ein anderer, noch weiter verbreiteter Grund für die Kastration Ihres Hundes sind jedoch Verhaltensprobleme. Viele Menschen haben mit Hunden zu kämpfen, die von zu Hause fortlaufen und sich auf nichts konzentrieren können, wenn sich ein weiteres Männchen in ihrer Nähe befindet. Ihr sonst so gehorsamer Hund wird zu einem haarigen Bündel verrückt spielender Hormone und vergisst jegliches logische Denken. Bei einigen Hunden kann dies so weit gehen, dass sie von zu Hause ausreißen und sich sogar in große Gefahr bringen, und dies trotz der Bemühungen ihrer Besitzer, wie etwa sichere Gehege oder Gehorsamstraining. Männliche Hunde, die nicht kastriert wurden, können besonders aggressiv und kampfbereit sein. Dies kann zu einem solchen Problem werden, dass Sie sich nicht mehr trauen, Ihren Hund von der Leine zu nehmen, oder, noch schlimmer, Ihr Hund setzt sogar dann, wenn er an der Leine ist, alles daran, einen anderen Hund anzugreifen. Hündinnen können insbesondere bei Hitze schlecht gelaunt werden und prämenstruelle Spannungen entwickeln, die sie bissig und unberechenbar werden lassen. Auch weitere Verhaltensprobleme sind berichtet worden, wie etwa das Urinieren in der Wohnung in Zeiten großer hormonaler Belastungen, ständiges Bellen, das zu Problemen mit Ihren Nachbarn führen kann, oder ständige Änderungen im Benehmen Ihres Hundes.

Viele Hundebesitzer fürchten, dass ihr Hund nach einer Sterilisation seine Persönlichkeit und sein Verhalten ändern und zu einem anderen Hund wird. Einige Besitzer hoffen, dass sich das Verhalten ihres Hundes, das ihnen über Monate zu schaffen gemacht hat, drastisch wandeln werde. Eine Kastration ändert nicht Ihren Hund. Es setzt lediglich dem konstanten Trieb ein Ende, den Ihr Hund verspürt und der ihn dazu veranlasst, mehr seinen Hormonen als Ihnen zu folgen. Eine weitere Sorge ist, dass Ihr Hund faul und fett werden würde. Doch in Wirklichkeit kommt es oft zu einer Verbesserung sowohl der Gefühle als auch des Aussehens Ihres Hundes, wenn er nicht nervös so viel Energie dazu aufwendet, sich selbst zu frustrieren. Eine Sterilisation Ihres Hundes kann dem Problem des Herumstreunens ein Ende setzen, und Sie werden einen aufmerksameren Hund haben. Männliche Hunde tendieren außerdem weniger dazu, über lange Zeiträume herumzustreifen und zeigen weniger Aggressionen. Sie neigen weniger dazu, andere Hunde oder Menschen zu Dominanz-Kämpfen herauszufordern. Dies gilt insbesondere für Kinder, die oft als in der Rangordnung weiter unter stehend angesehen werden. Hündinnen fühlen sich einfach wohler, wenn sie nicht ein- oder zweimal pro Jahr mit ihrem Hitzezyklus fertig werden müssen, und eine nervöse Hündin kann an Selbstvertrauen gewinnen, insbesondere, wenn sie weiß, dass sie in der Stadt nicht von jedem Männchen angesprungen wird.

Natürlich gibt es Hunde, die keinerlei Verhaltensauffälligkeiten zeigen und es nicht zulassen, dass ihre Hormone von ihnen Besitz ergreifen. Es gibt jedoch auch Hunde, die sich im Tierheim wiederfinden, da ihr Besitzer mit dem Verhalten, das sie an den Tag legen, nicht fertig wird. Von einer Kastration können sowohl der Hund als auch sein Besitzer profitieren. Und es ist sicherlich eine bessere Lösung, als nach einem neuen Zuhause suchen zu müssen. Ohne seinen Paarungstrieb ist Ihr Haustier eher bereit, Ihnen zuzuhören, und Sie können eine engere Beziehung zu Ihrem haarigen Freund aufbauen.






Was ist Diabetes (Diabetes mellitus) ?

Diabetes ist eine Stoerung des Kohlenhydratstoffwechsels durch mangelnde Insulinbildung im Koerper. Diese Stoerung wird auch als Zuckerkrankheit bezeichnet.

Wie entsteht Diabetes (Diabetes mellitus)?

Durch ungeregelte Zusammenarbeit zwischen Hormondruesen und dem vegetativen Nervensystem wird der Kohlenhydratstoffwechsel gestoert. Die Bauchspeicheldruese bildet zu wenig Insulin. Mit der Nahrung aufgenommene Kohlenhydrate koennen nicht vollstaendig verbrennen. Dadurch wird der Blutzuckergehalt erhoeht; es kommt zu einer Zuckerausschwemmung im Urin.

Welches sind die ersten Anzeichen von Diabetes ?

Die ersten Krankheitsanzeichen sind starker Durst, vermehrte Harnmenge, Heisshunger, verminderte Leistungsfaehigkeit. Diabetes entsteht langsam innerhalb vieler Wochen oder Monate. Gesichert wird die Diagnose durch Nachweis erhoehten Zuckergehalts im Blut und Zuckerausscheidung im Urin.

Was sind die Folgen einer Zuckerkrankheit ?

Wenn der Zuckerspiegel im Blut ueber laengere Zeit viel zu hoch ist, kann es als Folge davon zu Augenveraenderungen bis hin zur Blindheit kommen; schlecht eingestellte Diabetiker leiden zudem haeufiger an Nervenschaedigungen, sowie Nieren und Herzerkrankungen.

Koennen diese Folgeerscheinungen verzoegert oder vermieden werden ?

Die Bauchspeicheldruese von Diabetikern bildet zu wenig Insulin. Dieses kann dem Koerper aber durch regelmaessiges Spritzen von Insulin zugefuehrt werden. Da sich der Insulinbedarf des Koerpers jedoch mit der Zeit veraendern kann, sind regelmaessige Kontrollen des Blutzuckers zur Ueberpruefung und Einstellung der geeigneten Insulindosis notwendig. Durch eine gute Einstellung der Insulindosierung koennen die Folgeschaeden der Zuckerkrankheit verzoegert und teilweise verhindert werden.